Die Weltkarriere bleibt versagt

Für die Tonne

Für die Tonne

Meine derzeitige Achte in Mathe benötigte etwas Motivation für die so unsagbar weltveränderenden binomischen Formeln. Die Synapsen in meinem Hirn befeuerten sich gegenseitig in einer Art „4-S Brainstorming“ (4S: Speed – Silly – Synergy – Suspend Jugdement) – Norm Green wäre stolz auch mich! Das Ergebnis: morgens auf der Fahrt im Auto geübt und im Klassenraum mittels iPad und druckvollen Lautsprechern gleich zu Beginn der ersten Stunde eines Freitags vorgetragen: alle drei binomischen Formeln auf die Karaoke-Version von „Highway to hell“ von AC/DC gesungen. Passt wie die Faust aufs Auge. Musikalische Früherziehung inklusive. Große Augen, Grinsen und Applaus. Ob es dann geholfen hat sehen wir am Freitag dieser Woche: dicke fette Klassenarbeit.

Die Idee die Nummer als Klasse zu (neudeutsch) „performen“ und per Video und youtube für die DSDS-geschädigten Generationen bereit zu stellen war sofort im Raum. Also….

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Motivationsschübe durch Videos und Puppen

Physik als Abenteuer

Physik als Abenteuer

Wie bekommt man die „Head-Down“-Generation (Kopf zum Smart Phone hinunter geneigt – während sämtlicher vorstellbarer und nicht vorstellbarer Tätigkeiten) dazu, Dinge toll zu finden die im Normalfall für sie sterbenslangweilig sind? So uncoole Sachen wie Geschwindigkeitsberechnungen oder Untersuchungen am freien Fall? Auf eine ziemlich pfiffige Idee brachte mich Martin Kramer mit seinem Buch „Physik als Abenteuer“ (Aulis Verlag): Figuren (Puppen, Stofftiere) die mit vollstem Körpereinsatz sich zu Physik-Demo-Experimenten hergeben, sozusagen die Stuntmänner des Unterrichts. Die Figur ist in „Action“. Und die lieben Pubertanten erleben stellvertretend die Situation mit. Kramer teilt das in erlebende, illustrierende und erzählende Charakter. (toll übrigens sein Fridolin im „Eisblock“).

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BeNutzen – Analysieren – Gestalten

Benutzen Analysieren Gestalten

Benutzen Analysieren Gestalten

Als erstaunlich praktikable Gestaltungsidee für Unterricht eignet sich im Allgemeinen das Prinzip Benutzen, Analysieren, Gestalten. In der ersten Phase, dem Benutzen, verwenden die Pubertanten Informatiksysteme, Formeln, Gleichungen oder ausformulierte Algorithmen. Mit den so gesammelten Erfahrungen wird nun in der zweiten Phase, dem Analysieren, der Aufbau und die Arbeitsweise des Programms, der Formel, der Gleichung oder des Algorithmus untersucht. Dadurch werden die Voraussetzungen geschaffen, um in der dritten Phase Gestalten, Lösungen selbstständig finden und die untersuchten Systeme, Formeln, Gleichungen oder Abläufe in neuen Zusammenhängen sinnvoll einsetzen.

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Hast du was zu sagen?

Word ist sowas von 2013....

Word ist sowas von 2013….

Oder benutzt du Powerpoint? Powerpoint ist nun doch ein nützliches Werkzeug: für superschicke Arbeitsblätter und noch schickere (beambare) Tafelbilder. Schnell erstellt und es sieht auch noch ultraschön aus! Als pdf-Datei gespeichert, ist das künstlerische Werk auch noch im schulischen eLearning-Portal verwertbar. Nur ungern lasse ich mein geliebtes CorelDraw im Stich. Aber der (neudeutsch) Workflow ist einfacher und fixer.

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Grün ist das neue Rot

TimeTex Stempel

TimeTex Stempel

Ein kleiner Schritt für mich, ein revolutionärer Akt für das Schulleben: nach gefühlten 100 Jahren habe ich meine Korrekturfarbe von Rot auf Grün umgestellt. Es schreit die lieben Pubertanten nicht mehr so grässlich von den korrigierten Lernerfolgskontrollen (neudeutsch in MV) an und brüllt „Du Troll“. Ab sofort bin ich also kein aktiver Vertreter des Rotstiftmilieus mehr.

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Die Kunst des unsachlichen Argumentierens

Vince und ???

Vince und ???

Mein Lieblings-Vince-Ebert darf hier nicht fehlen:

Aus dem Online-Tagebuch der Mitglieder des publizistischen Netzwerks Die Achse des Guten

Vince Ebert: Die Kunst des unsachlichen Argumentierens

Ob Nahostkonflikt, Homöopathie-Debatte oder Energiewende – zahllose Blogs, Polit-Talkshows und Zeitungsartikel stellen Tag für Tag die verschiedensten Themen zur Diskussion. Soll die LKW-Maut auch für Bierbikes gelten? Ist „Gaucho“ ein Schimpfwort? Wie wäre es mit einer Frauenquote für Päpste?

In den meisten Fällen haben wir zwar eine klare Meinung, aber blöderweise kein gutes Argument zur Hand. Kein Problem. Mit den folgenden zwölf Tipps behalten Sie in sämtlichen Diskussionen die Oberhand und bringen darüber hinaus Ihre Diskutanten zur Weißglut:

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Hätte Hattie nur…

Hattie - Hätte - Fahrradkette

Hattie – Hätte – Fahrradkette

… ja was eigentlich? Rolf Schulmeister und Jörn Loviscach zerlegen nun auch noch die Hattie-Studie: den Beitrag im Lehrerfreund lesen.

Die Sache mit den Kompetenzen…

Der hat auch Kompetenzen...

Der hat auch Kompetenzen…

In der FAZ erschien ein Beitrag von Wolfram Meyerhöfer (Universität Potsdam) Meyerhöfer ist kein Bildungsökonom und Prognostiker. Er ist als Mathematiker von Haus aus Analytiker und lehrt Mathematikdidaktik. In seinem Beitrag analysiert er die empirische Bildungsforschung. Deren Ziel sei nicht, das Lernen zu verstehen und zu verbessern.

Meyerhöfer beschreibt, wie sich Schulen fast vollständig im Würgegriff von Testinstitutionen befinden und beschäftigt sich damit,  ob wir tatsächlich alles Menschliche für vermess- und standardisierbar halten. Und authentisch weist er nach, das bereits das Vermessen von „nur“ mathematischen Leistungen scheitert.

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