Make Physik great again!

Make “Physik” great again

Ein kleiner Test in Physik (Klasse 6) zum Messen, Ablesen und zum Darstellen von Wertepaaren in Koordinatensystemen brachte in einer “Freiraumaufgabe” wieder zutiefst kreative Antworten zu Tage. Die Aufgabe (in der Vorstunde besprochen…) war: “Beschreibe, wie Schiffe die Tiefe des Meeres unter sich bestimmen. Fertige auch eine Skizze dazu an.” Die rein statistische Auswertung der kleinen “Schriftlichen LernErfolgsKontrolle” (MäcVorPomm-Sprech) stellt zufrieden. Der wahre Schatz ist jedoch die Sammlung der goldigsten Gedanken und Skizzen:

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Belling the cat…

Wechsel von Links auf Rechts

Das Bild zeigt den ersten Morgen nach der Umstellung von Linksverkehr auf Rechtsverkehr in Schweden 1967. Es ist eine Sache den Wechsel zu initiieren, und eine völlig andere Sache ihn zu implementieren und am Leben zu halten. Ich hatte die Chance Barrie Bennett, ein Arbeitskollege und Freund von Norm Green, im November 2016 in Münster in einem Workshop zum Thema “The Green Effect. A focus on how systems change… To make a difference in student learning” zu genießen. Barrie benutze als Bild eine Fabel von Aesop “Belling the cat” (Der Katze die Schelle umhängen): in dieser Geschichte beschließen die Mäuse der Katze eine Schelle umzuhängen, damit sie sie rechtzeitig hören können. Die Frage ist nur, wer hängt der Katze die Schelle um? Es wird sich niemand finden, der der Katze die Schelle umhängt. Weiterlesen

Die 3 apokalyptischen Reiter

Leider keine Ente

Wenn die 3 apokalyptischen Reiter: Datenschutz, Denkmalschutz und Brandschutz sich in den Weg stellen, kommt es mitunter zu denk- und merkwürdigen Auswüchsen.  Sofort kommt mir die Fabel von Aesop in den Sinn: “Der Katze das Glöckchen umhängen” (Belling the Cat). Die uralte Tierfabel erzählt, wie die Mäuse beschließen der Katze eine Schelle umzuhängen, damit sie sie rechtzeitig hören können.  Die Frage ist nur, wer hängt der Katze die Schelle um? Es wird sich niemand finden, der der Katze die Schelle umhängt.

So gibt es Dokumente mit einer zu unterschreibenden (fragwürdigen) Erklärung, die unter anderem den folgenden Passus enthält:

“Weiterhin verpflichte ich mich … nach entsprechender Aufforderung die beantragten Datenverarbeitungsgeräte zu Kontrollzwecken durch gesetzlich berechtigte Personen – sofern notwendig auch im häuslichen Bereich – einsehen zu lassen.”

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Ultrastarkes Tool: Powtoon!

Da brat mir einer einen...

Da brat mir einer einen…

Mich hat es “schwer erwischt”: Powtoon ist derzeit meine monstermäßige “Killer-App”. Ich glaube, danach habe ich schon ewig gesucht. Direkt im Browser lassen sich kleine und auch große Filmchen mit Animationscharakter erstellen, mit Musik unterlegen und sogar mit “Voice-over” Parts versehen. Für den Bildungsbereich gibt es, sofern man mehr will, einen günstigen EDU-Preisvorteil. Das war ich gerne bereit zu bezahlen. Die fertigen Ergebnisse lassen sich z.B. nach youtube exportieren oder eben in verschiedenen Formaten downloaden – dabei auch so nützliche Formate wie ppt und pdf. Die einzige Investition neben etwas Geld: Zeit. Powtoon liefert viele schöne Vorlagen für Hintergründe, Aktionen und auch Sounds mit. Dafür ist der Spaßfaktor aber ungeheuer hoch. Hier meine ersten Gehversuche als Playlist auf Youtube:

  1. Trigonometrie
  2. Funktionen

filmfest.kopf.gegend

Genial einfach!

Genial einfach!

Filmfest.kopf.gegend beschreibt exakt einen Eingang zu meiner Schule in Rehna. Eine geniale Idee, vermutlich inspiriert vom DNS (Domain Name System) im weltweiten Netz der Netze. Das StartUp W3W (What3Words) ordnet 57 Billionen kleinen Quadraten (3m x 3m) weltweit eine derartige 3 Wort-Adresse zu. Deutlich einfacher zu merken als GPS-Koordinaten. Treffpunkte, Eingänge, Bratwurstbuden, Toiletten, einzelne Parkplätze: alles kann nun exakt adressiert werden. Die Webseite der Firma, Apps für iOS und Android machen es leicht…. nur den arsch.der.welt findet man damit auch nicht.

Wischkompetenz? Eine Nachlese

Mein "Tablet" 1971

Mein “Tablet” 1971

Ich war vergangene Woche (Do/Fr) in Oldenburg zur Tagung Mobiles.Lernen mit Tablets & Co. Beeindruckende Teilnehmerzahlen, fantastische Ideen mitgenommen, tolle Gespräche geführt, der unbedingte Wille einige Dinge sofort am lebenden Objekt auszuprobieren. Der positive Eindruck überwiegt bei weitem! Und doch bleibt ein fader Nachgeschmack. Ich begleite die technische Entwicklung direkt und parallel: durch die Schulen/Schüler/meine Hände sind in den vergangenen 30 Jahren folgende Dinge gelaufen:

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Klassenarbeit Mathe Kl.9: BEST OF SCHÜLERSPRECH

Scharfrichter

Scharfrichter

Der Tag der Abrechnung ist immer grausam. Eine dicke fette Klassenarbeit über ein gesamtes Stoffgebiet – in diesem Falle lineare Gleichungssysteme. Zunehmend kommen mir Zweifel, ob der “Prüfende” auch der “Unterrichtende” sein sollte. Zu groß ist die Verlockung TTTT (Teaching To The Test) zu betreiben, bislang konnte ich ihr hoffentlich widerstehen. Aber immer wieder schön – nahezu anmutig – sind die Erkenntnisse meiner SuS (tolle Abkürzung! – nicht) in diesen Arbeiten. Ja, sie kämpfen, sie setzen sich damit auseinander. Einige können sich richtig gehend verbeißen und kommen auf den ungewöhnlichsten Wegen zum Ergebnis – das nennt man wohl neudeutsch Problemlösekompetenz (Würg). Vielleicht haben aber auch Schaklyn, Atomfried, Bruce Willis (als John McLane) und Samuel L. Jackson (als Zeus) sie motiviert. Ein kleine Auswahl aus der letzten Arbeit:

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Phrasen dreschen

Sprach-Schafe

Sprach-Schafe

Der “Stern” brachte mich heute auf “den Trichter”, es haben sich derart viele sinnentleerte Worthülsen in unsere Kommunikation geschlichen – nennen wir es “Dummsprech”. Floskeln, gedankenlos dahingesagte Phrasen, die aus Unternehmensberatungen, Maklermilieus oder Castings kommen. Man gibt sich “lässig” –  für mich inzwischen “overused” und nur noch DÄMLICH. Eine kleine Hitliste (auch um mich mal wieder daran zu erinnern):

  • Damit bin ich okay
  • Ich bin ganz bei dir.
  • Ein absolutes No-Go
  • Suboptimal
  • zeitnah
  • zielführend
  • fußläufig
  • Ergebnisoffen diskutieren

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Smartphones als Intelligenzabsauger?

Was würden diese beiden Herren dazu meinen?

Was würden diese beiden Herren dazu meinen?

Sag – wie hältst du es mit dem Handy in der Schule? Bieten die Dinger Chancen oder schaden sie mehr? Frag 10 Leute (Eltern, Lehrer, Schüler,…), du bekommst 20 Meinungen. Und jeder der Befragten hat natürlich die Deutungshoheit. Ich stecke hier in einem klassischen Dilemma: meine technikaffine Persönlichkeit ist im Dauerstreit mit meiner Gehirngerechtlernen-Persönlichkeit. Für mich nicht verhandelbar: die Smarties haben ausgeschaltet oder lautlos im Unterricht zu sein – am liebsten auf dem Tisch mit dem Bildschirm nach unten. Den Schülern wird es exakt wie mir gehen: mal fix bei Facebook, Whatsapp, Mail & Co nachschauen hat enormes Verlockungspotenzial. Was dabei definitiv “flöten” geht: die Konzentration.

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Digitale Apokalypse

Digitale Apokalypse

Digitale Apokalypse

Es gibt derart viele tolle Unterrichts-Tools in allen Welten: Android, iOS, Windows… dass es mich inzwischen erschlägt und dicht an die Burn-Out-Grenze bringt. Wenn dann noch ein Kollege kommt mit “Was, du kennst noch nicht die Killer-App xyz…”, ist der Griff zum Vorschlaghammer eine naheliegende Idee. “Explain Everything” ist so ein dolles Ding (sic!), oder iTunesU, oder MasterTool, oder Mediator (Matchware), oder eFront, oder Moodle, oder Tellagami, oder Hot Potatoes, oder sämtliche Mediatheken sämtlicher Sender (youtube & Kollegen gibt es da ja auch noch) mit ihren Milliarden (reicht das überhaupt?) an Filmminuten oder spezielle Unterrichtsvideoschulportale, oder iBooks, Sternkarten- und Planetarien-Apps, Book Creator, Video Physics, Planimeter, math42, Signalgeneratoren, …

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