Die 3 apokalyptischen Reiter

Leider keine Ente

Wenn die 3 apokalyptischen Reiter: Datenschutz, Denkmalschutz und Brandschutz sich in den Weg stellen, kommt es mitunter zu denk- und merkwürdigen Auswüchsen.  Sofort kommt mir die Fabel von Aesop in den Sinn: “Der Katze das Glöckchen umhängen” (Belling the Cat). Die uralte Tierfabel erzählt, wie die Mäuse beschließen der Katze eine Schelle umzuhängen, damit sie sie rechtzeitig hören können.  Die Frage ist nur, wer hängt der Katze die Schelle um? Es wird sich niemand finden, der der Katze die Schelle umhängt.

So gibt es Dokumente mit einer zu unterschreibenden (fragwürdigen) Erklärung, die unter anderem den folgenden Passus enthält:

“Weiterhin verpflichte ich mich … nach entsprechender Aufforderung die beantragten Datenverarbeitungsgeräte zu Kontrollzwecken durch gesetzlich berechtigte Personen – sofern notwendig auch im häuslichen Bereich – einsehen zu lassen.”

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filmfest.kopf.gegend

Genial einfach!

Genial einfach!

Filmfest.kopf.gegend beschreibt exakt einen Eingang zu meiner Schule in Rehna. Eine geniale Idee, vermutlich inspiriert vom DNS (Domain Name System) im weltweiten Netz der Netze. Das StartUp W3W (What3Words) ordnet 57 Billionen kleinen Quadraten (3m x 3m) weltweit eine derartige 3 Wort-Adresse zu. Deutlich einfacher zu merken als GPS-Koordinaten. Treffpunkte, Eingänge, Bratwurstbuden, Toiletten, einzelne Parkplätze: alles kann nun exakt adressiert werden. Die Webseite der Firma, Apps für iOS und Android machen es leicht…. nur den arsch.der.welt findet man damit auch nicht.

Paducation?

Spiderapp auf meinem alten iPad2

Spiderapp auf meinem alten iPad2

Natürlich wäre es für unsere Pubertanten eine coole “Nummer”: iPads im Unterricht. Motivationstechnisch nahezu unschlagbar. Es gibt eine Menge Dinge die dafür sprechen: der Geräte-Zoo im Computerfachraum wird unnötig, auf Exkursionen könnte der “Computer” mit gehen, die Startzeit ist enorm kurz, der “Computer” passt sich dem Unterricht an (und nicht umgekehrt), mir fallen sogar Worthülsen (Fahnenwörter) ein: Partizipation statt Rezeption. Ich selbst LEHRE mit dem Ding sehr entspannt (Videos streamen, Folien beamen, Tongenerator, dB-Messen, Experimente filmen und auswerten, Tafelbilder festhalten, Zensuren eintackern, nebenbei eMails checken…, ab und an dämliche Sounds abspielen… ). Ich habe nur einige schmerzhafte Befürchtungen…

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Das Internet und ich

Wenn Sie heute auf dem Klo sitzen und reißen das letzte Blatt ab, sind Sie doch irgendwie enttäuscht, wenn da nicht eine Internet-Adresse draufsteht und Sie zum Klopapier vertiefende Informationen anfordern können.

Friedrich Küppersbusch (*1961), dt. Journalist u. TV-Moderator

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Minecraft als Schulfach!

Mein Weihnachtsgeschenk 2014 (Danke Felix!)

Mein Weihnachtsgeschenk 2014 (Danke Felix!)

Die Nachricht machte mich schon etwas “wuschig”: für 180 Schüler (Alter: 13) der “Viktor Rydberg Schule” in Stockholm ist Minecraft Unterrichtsfach. Minecraft (als digitale Version von Lego – scnr) bietet trotz (oder wegen) seiner minimalistischen Blöcke traumhafte Andockmöglichkeiten für so ziemlich alle (streng voneinander abgegrenzten)Schulfächer.

Jetzt “spielen” dort in Schweden alle Schüler der siebenten Klassen IN DER SCHULE und sind Teil eines multidisziplinären Projektes. Die Themen laufen durch die Chemie, Physik, Biologie über die Gemeinschaftskunde und natürlich Schweden. Ein Teil des Projektes: die Schüler bauen ZUSAMMEN(!) eine Stadt der Zukunft mit klimafreundlichen Lösungen, untersetzt mit Wissen aus dem Unterricht.

Ich finde bereits die Unterstützung des räumlichen Denkens genial, die enorme freigesetzte Kreativität, ebenso wie die Möglichkeiten sich endlich unter einem Kubikmeter etwas vorzustellen oder Würfelvolumina zu verdoppeln… und überhaupt: Kombinatorik (!).

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BeNutzen – Analysieren – Gestalten

Benutzen Analysieren Gestalten

Benutzen Analysieren Gestalten

Als erstaunlich praktikable Gestaltungsidee für Unterricht eignet sich im Allgemeinen das Prinzip Benutzen, Analysieren, Gestalten. In der ersten Phase, dem Benutzen, verwenden die Pubertanten Informatiksysteme, Formeln, Gleichungen oder ausformulierte Algorithmen. Mit den so gesammelten Erfahrungen wird nun in der zweiten Phase, dem Analysieren, der Aufbau und die Arbeitsweise des Programms, der Formel, der Gleichung oder des Algorithmus untersucht. Dadurch werden die Voraussetzungen geschaffen, um in der dritten Phase Gestalten, Lösungen selbstständig finden und die untersuchten Systeme, Formeln, Gleichungen oder Abläufe in neuen Zusammenhängen sinnvoll einsetzen.

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