Das Leid mit den PPT-Präsentationen

Es ist recht einfach, mit Präsentationen Zuhörer orientierungslos zurückzulassen (Rotkäppcheneffekt). Thoreau: “Wir sind das Werkzeug unserer Werkzeuge geworden.” Präsentationen sind heute das Mittel der Wahl, es steht viel auf dem Spiel: Geschichten erzählen, neue Informationen anbieten, andere Menschen zu einem Umdenken bewegen. Ebenso kann genau das Gegenteil erreicht werden: tolle Ideen sterben im Ansatz. Ich habe einen langen (leidvollen…) Weg dazu hinter mir. Ich bin jetzt in der “Ausmistungsphase” oder PPT-Diät-Phase: alles muss entschlackt werden. Und lerne gerade wieder sehr viel dazu. Die Powerpoint-Entwickler meinten im Wall Street Journal: “Wenn Sie eine gegnerische Armee paralysieren wollen, geben Sie ihr Powerpoint”.

Ideen in Bilder umsetzen, gut präsentieren und auf die EIGENE Art authentisch vermitteln. Mein Publikum hat nur das Beste verdient. Von Natur aus kommunizieren wir visuell (nicht Textwüsten und Tabellen), eher Farben, Bilder und Tonalität. Die Präsentation ist letztlich der letzte Eindruck, den Menschen von mir bekommen. Und genau daran will ich mich ausrichten: die Folien sollen keine Krücke mehr für mich sein sondern visuelle Hilfe um meine Botschaften zu verstärken. Gleichzeitig meine Folien lesen und mir zuhören: geht nicht. Ab einer bestimmten Wortanzahl ist eine Folie keine Hilfe mehr. Und wohl wichtigster Punkt: die Bedürfnisse meines Publikums erfüllen. Lieber Ideen statt Folien entwickeln…