Hattie reloaded

Hallo zu Hattie?

Hallo zu Hattie?

Heute muss man bei jedem Thema auf die Hattie Studie verweisen: Die Hattie Studie – ist eigentlich nichts weiter als eine Zusammenfassung vieler Untersuchungen (Metaanalysen) die alle schon bekannt waren. Hattie galt und gilt als DIE SENSATION – in Fachkreisen. Alle Maßnahmen werden bei Hattie mit d (Effektstärke) bewertet, je größer d desto besser der Einflussfaktor auf die Leistung. Ein d zwischen 0,0 bis 0,40 gilt als schwach (älter werden und Lehrereffekt ohne Unterricht genauso stark). Mathematisch gesehen ist d der Anteil des Mittelwertunterschiedes an der Standardabweichung. Jedoch muss dabei immer an eines denken: empirische Durchschnittsresultate (Effektstärke d) zeigen nur, wie gut oder schlecht es bislang gelungen ist, diese Methode (also diesen Faktor) zu realisieren. Diese Ergebnisse zeigen nicht, was man damit bei weiterer Optimierung erreichen kann.

Durchschnittsresultate dürfen nicht auf den Einzelfall übertragen werden. Hattie sagt selbst, dies ist kein Buch (this is not a book…):

  • „about classroom life“ (kein Handlungswissen)
  • „about what cannot be influenced in schools“ (Was Schule nicht verändern kann)
  • „that include qualitative studies“ (das qualitative Studie beinhaltet)
  • „about criticism of research“ (über Kritik an der Forschung)

Ein von Hattie selbst erläutertes Beispiel für Zusammenfassungs“fehler“:

  • d=0,15 für homework (Hausaufgaben) in elementary schools
  • d=0,64 für homework (Hausaufgaben) in secondary schools

Die Ergebnisse in Hattie zeigen überall ein differenziertes Bild. Unterrichten erfordert immer Anstrengung. Gruppenkämpfe zwischen „gestrigen“ und „heutigen“ Methoden sind überflüssig, Ideologisierung von Methoden vorsintflutlich, mieser Gruppenunterricht- mieser lehrerzentrierter Unterricht, super Gruppenuntericht – super lehrerzentrierter Unterricht – alles ist möglich.

Haupttendenzen von Hatties Zusammenstellung:

  • Bedeutung des Lehrers ist groß (teacher matters)
  • Organisatorische und strukturelle Variablen sind schwächer
  • Lehrerzentrierter Unterricht ist bei aktivem Lernen der Schüler besser reformpädagogische Ansätze schneiden nur schwach ab
  • innere wie äußere Differenzierung wirken nur schwach
  • aber: viele Methoden sind nicht schlecht, „what works?“ – „what works best?“