Lässt sich die Verwaltung ™ in die Gesellschaft integrieren?

“Oben wird gedacht, unten wird gemacht?”

Ich beobachte zunehmend, wie “Umsetzer” von “Entscheidern” getrennt sind und deshalb viele Menschen nicht einbezogen werden. Menschen hassen Veränderungen, die ihnen aufgezwungen werden und werden daher (impulsartig) gegen diese aufbegehren. Ideen, die kein “wie man es macht” mitliefern sind nutzlos. (Steinhöfer, “Liberating Structures”, 2021).

Wenn Entscheidungen für Betroffene keinen Sinn ergeben, werden sie ins Leere laufen. Hans Kreilshaimer: “Zu mancher richtigen Entscheidung kam es nur, weil der Wer zur  falschen gerade nicht frei war”.

Steinhöfer: “Anstatt auf Expertise und die Mündigkeit der eigenen Belegschaft zu vertrauen und diese zu stärken, kaufen Führungskräfte oft externe Experten ein, um Dinge Dinge zu verbessern, eine Entscheidung zu finden, diese umzusetzen und die Angestellten dabei ‘mitzunehmen’. Anschließend werden zeitaufwendige und teure Trainings durchgeführt, damit alle die Entscheidung und die Konsequenzen verstehen lernen. Externe Berater werden damit beauftragt, die Entscheidung in die Breite zu tragen, Betroffene zu überzeugen und Widerstände zu überwinden. … auch in der sogenannten neuen Arbeitswelt haben diese hierarchischen Praktiken Bestand. … Jedoch sagt hier … oft der Elefant zur Maus: Wir begegnen uns ab heute auf Augenhöhe und bietet ihr gönnerhaft aus einer hierarchischen Großzügigkeit heraus an, sie nun zu ’empowern’.”

“Bei einer offenen Diskussion fällt auf, dass oft nur die Extrovertierten oder Mächtigen zu Wort kommen. Bei einer Präsentation agiert fast ausschließlich der Vortragende, während alle anderen zuhören.”

Es fehlt oft Struktur, die eigentliche Fragestellung wird mit der Zeit aus den Augen verloren, was die Teilnehmer nicht oder meist zu spät bemerken. Alles dauert genauso lange, wie die Beratung angesetzt ist und nicht so lange, bis ein relevantes Ergebnis produziert wird.